Ein Handbuch vom KdF-Wagen (1938)

Das Innenleben eines technischen Wunderwerks, das für die meisten Menschen Phantom blieb!
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Batterie (KdF-Wagen von A-Z)
Bauart: Handelsüblich, den Normen entpsrechend 6 Vot, 75 Amp.-Std.
Die Batterie ist ein Stromspeicher, der zum Anlassen des Motors dient und alle Strom-
verbraucher, wie Zündung, Signalvorrichtungen, Scheibenwischer und Lichtanlage, mit
Strom beliefert. Aufgeladen wird die Batterie durch die Lichtmaschine (Dynamo = Strom-
erzeuger), die vom Motor angetrieben wird. Das Gehäuse (8) der Batterie besteht aus
Kunststoff und hat im Innern eine Anzahl von positiven und negativen Bleiplatten, die
in 3 Zellen verteilt mit Hilfe der Batteriesäure (chemisch reine Schwefelsäure und
destilliertes Wasser) elektrischen Strom aufnehmen und wieder abgeben kann. Dies
geschieht durch bestimmte chemische Vorgänge.
Um die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer einer Kraftfahrzeugbatterie zu erhalten,
bedarf diese der regelmäßigen Kontrolle, Wartung und Pflege. Dazu gehört:
1. Ladezustand der Batterie kontrollieren. Dies erfolgt durch Messen der Säuredichte mit dem Säureprüfer. Hierdurch wird der Gehalt der Flüssigkeit der Batterie an Schwefel-
säure als spezifisches Gewicht angezeigt. Die Säuredichte ist bei geladener Batterie
höher als bei entladener Batterie, sie beträgt 1,285 g/cm3 im geladenen Zastand.
2. Säurestand prüfen. Er soll etwa 15 mm über der Plattenoberkante (5) stehen. Liegt der Säurespiegel niedriger, so muß er durch destilliertes Wasser auf die vorgeschrie-
bene Höhe gebracht werden. (Niemals Säure verwenden.)
3. Kabelklemmen prüfen. Sind die Kabelklemmen und ihre Umgebung oxydiert (grün), so müssen die Kabelklemmen und die Polschuhe blank geputzt und mit Spezialfett über-
strichen werden.
In der oberen Darstellung wird gezeigt, was man zur Prüfung und Wartung der Batterie
benötigt, und zwar Voltmeter zur Messung der Stromspannung der einzelnen Zellen,
Säureprüfer, Flasche mit destilliertem Wasser, Glastrichter, Schlüssel für Kabelklemmen
und Sonderfett zum Einfetten der Kabelklemmen.
Achtung! Den Zündschlüssel bei Nichtbenutzung des Wagens unbedingt abziehen, um
sicher zu verhindern, daß die Zündung eingeschaltet bleibt, wodurch eine Entladung der
Batterie und eine Beschädigung der Zündspule eintreten würde.
Bei großer Hitze und großer Kälte ist eine gewissenhafte Pflege besonders wichtig. Im
Sommer großer Flüssigkeitsverbrauch (rechtzeitig nachfüllen), im Winter geringe Leistung (rechtzeitig nachladen). Bei besonders strengem Frost (unter minus 20 Grad) ist darauf zu achten, daß die Batterie immer richtig geladen bleibt. Schlecht geladene Batterien können bei tieferen Temperaturen einfrieren.
- Polbrücke für Bleiplatte
- Zellenverschraubung
- Polklemme
- Polkopf für Polbrücke
- Negativ-Bleiplatte
- Positiv-Bleiplatte
- Trennungs- oder Separatorplatte
- Gehäuse
Erklärung zur unteren Darstellung


